Die jüngste Forschung zur chinesischsprachigen Literatur hat sich deutlich über traditionelle nationale und sprachliche Grenzen hinaus erweitert. Diese Konferenz baut auf der innovativen Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Shu-mei Shih auf, die das Konzept des "Sinophonen" als einen Weg entwickelt hat, um chinesischsprachige kulturelle Produktionen außerhalb des chinesischen Festlands zu verstehen.
Gleichzeitig hat sich das Feld des transmedialen Erzählens weiterentwickelt, wobei Forscher untersuchen, wie sich Erzählungen entwickeln und transformieren, wenn sie zwischen verschiedenen Medienformaten und Plattformen wechseln. Die Arbeiten von Wissenschaftlern wie Henry Jenkins über "Convergence Culture" und Marie-Laure Ryan über Narrative in verschiedenen Medien haben neue Wege zum Verständnis dieser komplexen Prozesse eröffnet.
Unsere Konferenz widmet sich besonders den folgenden Bereichen:
- Die Entwicklung sinophoner Literatur in globalen Kontexten und Diaspora-Gemeinschaften
- Digitales Erzählen und chinesischsprachige Netzliteratur (网络文学)
- Adaptation chinesischer Literatur in Film, Fernsehen und Online-Medien (wie der Animationsfilm "Nezha: Birth of the Demon Child" 哪吒之魔童降世)
- Transmediales Erzählen in chinesischen kulturellen Kontexten
- Der Einfluss neuer Technologien (VR, AR, KI) auf narrative Formen
- Medienübergreifende Praktiken in Spielen, Animation und interaktivem Erzählen (wie "Black Myth: Wukong" 黑神話:悟空)
- Fankultur und partizipative Erzählformen im sinophonen Kontext
- Erinnerung, Geschichte und Trauma in multimodalen Erzählungen
Diese Konferenz reagiert auf den dringenden Bedarf an interdisziplinären Ansätzen, die die Komplexität zeitgenössischer Erzählpraktiken in der chinesischsprachigen Welt und darüber hinaus erfassen können.